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Deutscher Sandlaufkäfer (Cylindera germanica)

Er benötigt offene Bodenstellen in warmer, sonnenexponierter Lage für die Anlage seiner Larvenröhren: der Deutsche Sandlaufkäfer (Cylindera germanica), der entgegen seines Namens keine deutsche Spezialität ist, sondern in Europa relativ weit verbreitet. Bei uns – wie in anderen Ländern Mittel- und Westeuropas ist die Art aber hochgradig gefährdet, da geeignete Lebensräume abnehmen. Der Deutsche Sandlaufkäfer ist von gelegentlichen – aber nicht zu intensiven – Störungen abhängig, die vegetationsfreie Stellen in seinem Lebensraum erhalten bzw. immer wieder neu entstehen lassen. Darüber hinaus bevorzugt er bindige, wechselfeuchte bzw. wechseltrockene Böden. In Deutschland ist C. germanica als vom Aussterben bedroht eingestuft und gehört zu den nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) streng geschützten Arten. In Baden-Württemberg sind derzeit nur wenige aktuelle Vorkommen bekannt, bei denen es sich teilweise um ehemalige Abbaugebiete, militärische Übungsflächen sowie Bereiche mit "Störstellen" in Halbtrockenrasen handelt. Es ist sehr wichtig, in diesen Gebieten Bodenverwundungen weiterhin zuzulassen, um die Existenz der bedrohten Art langfristig zu sichern. Gerade an den wenigen Vorkommensorten in Halbtrockenrasen an und im Umfeld von Wanderwegen ist es sogar erwünscht, wenn die Wanderer gelegentlich etwas vom Weg abweichen und dadurch zum Schutz der Art beitragen.

Literaturhinweis:
TRAUTNER, J., DETZEL, P. (1994): Die Sandlaufkäfer Baden-Württembergs (Col., Cicindelidae). Verbreitung, Habitatansprüche, Gefährdung und Schutz. - Ökologie und Naturschutz, 5: 60 S.; Weikersheim (Margraf).

 

 
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