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  • Januar 2016:

    Stellenanzeige
    Als Fachbüro sind wir seit vielen Jahren im Rahmen von Naturschutzplanungen, der Bewertung von Umweltauswirkungen unterschiedlicher Projekte, der Ableitung notwendiger Maßnahmen sowie damit zusammenhängender Forschungs- und Entwicklungsvorhaben tätig. Räumlicher Arbeitsschwerpunkt ist Baden-Württemberg. Inhaltlich befassen wir uns vor allem mit Fragen des Biodiversitäts- und Tierartenschutzes, wobei sich letzteres nicht nur auf den Fokus des besonderen Artenschutzes in Vorhaben bezieht.

    Wir möchten unser Team weiter verstärken. Daher suchen wir baldmöglichst eine neue Kollegin bzw. einen neuen Kollegen mit dem Arbeitsschwerpunkt der

    Vorbereitung, Umsetzungsbegleitung und Kontrolle von Maßnahmen des Artenschutzes

    auf Basis von Konzepten und Vorgaben, die jeweils unser Büro erarbeitet hat.

    Sie sollten Berufserfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Projektbeteiligten und Behörden sowie aus der praktischen Umsetzung von Landschaftspflegemaßnahmen bzw. der Umweltbaubegleitung mitbringen. Freude am teamorientierten Arbeiten ist eine weitere Voraussetzung.

    Sie finden bei uns eine interessante Arbeit und ein sehr gutes Betriebsklima.

    Wir freuen uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung, die Sie uns bitte bis Ende Januar ausschließlich per Email (bitte in einem Dokument, PDF) an bewerbung@tieroekologie.de zusenden.

    Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung
    J. Trautner
    Johann-Strauß-Str. 22
    D-70794 Filderstadt

  • Oktober 2013:

    Fledermausbrücken Biberach - FAQs
    Die Fledermausbrücken an der 2013 in Verkehr genommenen Nordwestumfahrung Biberach sind derzeit, vor allem in Folge der Kritik des Bundes der Steuerzahler, in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Wir haben daher als an der Bewertung und Planung maßgeblich beteiligtes Fachbüro einige häufig gestellte Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

    01 Warum braucht man Brücken für Fledermäuse, obwohl diese fliegen können?
    Viele Fledermausarten fliegen und jagen nahe am Boden oder entlang von Gebüschen und Bäumen (Waldränder, Hecken). Man spricht hier von "strukturgebundenem" Flug. Wo solche Strukturen unterbrochen sind z. B. durch den Bau einer Straße, können sie dabei in geringer Höhe weiter fliegen und damit direkt auf Fahrzeughöhe auch in den Verkehrsraum. Hier werden sie durch die Kollision mit Fahrzeugen verletzt oder getötet. Bei Fledermäusen kann sich dies gravierend auf ihre Bestände auswirken, da sie jährlich nur relativ wenige Nachkommen zur Welt bringen. Unterführungen und Überführungen (wie die so genannten Fledermausbrücken) sollen diese Gefahren vermeiden oder mindern.

    02 Braucht man dann überall Brücken oder andere Querungshilfen für Fledermäuse?
    Grundsätzlich wäre es natürlich gut, wenn die Landschaft, in der Fledermäuse jagen, möglichst wenig "zerschnitten" ist Ob und wo man aber bei neuen Straßen tatsächlich Querungshilfen benötigt, hängt von der jeweiligen Situation ab. Man konzentriert sich hierbei auf Bereiche, in denen eine besondere Bedeutung für Fledermäuse im Vergleich mit der sonstigen Landschaft zu erwarten ist.

    03 Warum wurden Querungshilfen bei der Nordwestumfahrung Biberach gebaut?
    Die Nordwestumfahrung Biberach durchschneidet zwei Waldstreifen, die in Nord-Südrichtung mehr oder weniger parallel zum Tal der Riß verlaufen. In diesem Bereich wurden 11 Fledermausarten nachgewiesen, darunter solche, die "strukturgebunden" (s. o.) fliegen. Bei der Querung der Wälder schneidet die Straße in den Untergrund ein, weshalb dort keine Unterführungen möglich waren. Um an den Unterbrechungsstellen der bisherigen Waldverbindung dennoch eine "Leitlinie" für Fledermäuse aufrecht zu erhalten und die Tötungsgefahr durch den Verkehr zu mindern, hat man sich daher an diesen Stellen für überführende Bauwerke entschieden. Ergänzend gibt es eine Unterführung zwischen den beiden Waldstreifen, wo die Trasse in anderer Höhenlage verläuft und auch ein Feldweg die Straße unterquert.

    04 Wäre eine Grünbrücke nicht besser gewesen?
    Grünbrücken (in der Regel breitere Brücken, auf denen Grünstreifen mit Gräsern, Kräutern und Gebüschen entwickelt werden) können zusätzliche Funktionen - vor allem für weitere Tierarten, die nicht in der Lage sind zu fliegen - übernehmen. Außerdem liegt bereits ein besserer Kenntnisstand zu ihrer Wirkung vor. Es wurde daher auch intensiv diskutiert, ob im Fall der Nordwestumfahrung Biberach eine oder mehrere Grünbrücken notwendig sind. Dies wurde allerdings verneint. Es war keine so hohe Bedeutung für andere Tierartengruppen im konkreten Fall erkennbar, welche die wesentlichen Mehrkosten für Grünbrücken gegenüber den jetzt gewählten Konstruktionen gerechtfertigt hätte. Auch für Fußgänger oder den landwirtschaftlichen Verkehr war hier keine weitere Querung erforderlich. Die jetzt gebauten Fledermausbrücken an das bestehende Wegenetz anzubinden, hätte nochmals zusätzliche Kosten verursacht. Keine 200 m entfernt gibt es eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, die an das bestehende Wegenetz angebunden ist.

    05 Warum hat man etwas gebaut, dessen Wirkung noch nicht bewiesen ist?
    In Projekten stellen sich oft Aufgaben - wie insgesamt im Natur- und Umweltschutz - für die es noch keine sicheren Standardlösungen gibt. Hier muss man sich jeweils um eine Lösung bemühen, die den spezifischen Anforderungen am besten entspricht, verhältnismäßig ist und den rechtlichen Vorgaben Rechnung trägt. Es gibt keine absolute Sicherheit dafür, aber gute fachliche Gründe für die Prognose, dass die Fledermausbrücken ausreichend wirken:
    - sie sind im Bereich der beiden Waldquerungen platziert,
    - sie bieten eine "überführende" Leitstruktur in sicherer Höhe über dem Verkehr
    - sie bieten durch seitliche Verblendungen einen gegen Störung (wie Licht) abgeschirmten Bereich.
    Zudem wurden begleitende Maßnahmen mit Schutzzäunen und Gehölzpflanzungen durchgeführt.
    Insgesamt wurden die Maßnahmen als fachlich, rechtlich und kostenmäßig für diesen Fall passende Lösung bewertet. Ohne diese Maßnahmen hätte die Nordwestumfahrung Biberach aufgrund der fachlichen und rechtlichen Erfordernisse zum Artenschutz nicht gebaut werden können. Ihr Kostenanteil liegt bei rund 2 % der Gesamtkosten des Projekts.

    06 Was macht man, wenn die vorgesehenen Kontrollen entgegen der Prognose zeigen sollten, dass die Wirkung nicht im notwendigen Umfang vorhanden ist?
    Für das Projekt würde dies unter Umständen bedeuten, dass mit bestimmten Maßnahmen nachgerüstet werden müsste. Hierzu gibt es mehrere denkbare Ansätze, insbesondere die Stärkung der Funktion der bereits gebauten Unterführung als Fledermaus-Querungshilfe über zusätzliche zuleitende Gehölze, Verbesserungen in den Gehölzen im Nahbereich der Brücken oder an den Brücken selbst. Vergleichbare Fragen wie im Fall Biberach stellen sich in Planungen häufig und in den letzten Jahren verstärkt. Für andere Projekte werden die Erfahrungen aus dem Biberacher Fall daher einen wichtigen Erkenntnisgewinn bedeuten, der hilft, Planungen und Ausführungen zu optimieren.

    07 Ist das Medieninteresse und Interesse der Öffentlichkeit an den Fledermausbrücken verständlich?
    Alleine der Begriff "Fledermausbrücke" stellt sicher bei Vielen, die nicht beruflich mit fachlichen und rechtlichen Fragen des Artenschutzes in Planungen beschäftig sind, ein großes Fragezeichen in den Raum. Auch sind Kosten von über 400.000 Euro keine geringe Summe, selbst wenn es um anteilsmäßig rund 2 % der Baukosten geht und die Kosten dieser Brücke niedriger als z. B. die einer üblichen Brücke für einen Feldweg über eine Straße liegen. Hinzu kommt das Ungewöhnliche. Man konnte hier keine Standardlösung heranziehen, sondern hat sich auf etwas Neues eingelassen, mit guten Gründen.
    Das Interesse ist daher verständlich. Die kritische Auseinandersetzung sollte aber nicht dazu führen, Notwendigkeiten des Naturschutzes ins Lächerliche zu ziehen oder die Bereitschaft erlahmen lassen, auch neue Lösungsansätzen für bestehende Probleme zu verfolgen.

    "Fledermausbrücken Biberach - FAQs" als Pdf
     
  • November 2011:
    Aktuell ist der Beitrag Arten-Areal-Kurven für Brutvögel in Hauptlebensraumtypen Südwestdeutschlands - Referenzwerte zur Skalierung der "Artenvielfalt" von Flächen in Autorenschaft unseres Büros in der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung (November-Ausgabe) erschienen. Weitere Informationen bzw. Bezug über die Webseite der Zeitschrift.
     
  • November 2011:
    Im November/Dezember 2011 erscheint das Buch Ground Beetles (Carabidae) of Greece als 100. Band der Reihe "Series Faunistica" des Pensoft-Verlages, bearbeitet durch ein internationales Autorenteam. Dieses Buch enthält insbesondere Bestimmungsschlüssel und eine Checkliste der griechischen Laufkäfer sowie Fotos typischer Arten und Lebensräume. Weitere Informationen über die Webseite des Pensoft-Verlages. Unter dem nachfolgenden Link steht ein PDF des Covers bereit: Cover des Buches.
     
  • Oktober 2011:
    Aktuell sind zwei Beiträge zur Berücksichtung des Nachtkerzenschwärmers in der Planung (Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie) in Autorenschaft unseres Büros in der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung (Oktober- und November-Ausgabe) erschienen. Weitere Informationen bzw. Bezug über die Webseite der Zeitschrift.
     
  • Juli 2011:
    In der Rechtssache C-383/09 hat der Europäische Gerichtshof am 9. Juni 2011 entschieden, dass Frankreich gegen seine Verpflichtungen aus den artenschutzrechtlichen Bestimmungen der FFH-Richtlinie verstoßen hat, weil es kein Programm von Maßnahmen aufgestellt hat, die einen strengen Schutz des Feldhamsters (Cricetus cricetus) im Sinne der Bestimmungen der Richtlinie erlauben.
     
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